...........................................
...........................................
...........................................
Heribert Prantl erhält Kettelerpreis. Preisgeld geht an PRO ASYLAsyl ist nicht bloß Gnaden-, sondern Menschenrecht.Heribert Prantl, der Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, wurde mit dem Kettelerpreis der Stiftung der Arbeit und der sozialen Sicherung (ZASS) geehrt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde von Herrn Prantl am 30.11.2008 an die PRO ASYL-Stiftung übergeben. PRO ASYL bedankt sich ganz herzlich für diese großzügige Unterstützung. Heribert Prantl: "Als ich vor 21 Jahren Journalist geworden bin, war Pro Asyl die erste engagierte Gruppe, auf die ich traf: PRO ASYL war die Stimme der Humanität in den entsetzlichen politischen Debatten zur Ausländer- und Flüchtlingspolitik. Diese Stimme der Humanität ist PRO ASYL geblieben, und sie ist immer lauter und kräftiger geworden. Das Preisgeld von 10 000 Euro, das ich PRO ASYL stifte, soll eine Art Hustenbonbon sein: Auf dass diese Stimme laut und kräftig bleibe." Das Preisgeld wurde vom Vorsitzenden des Stiftungsrats, Dr. Jürgen Micksch, in Mainz entgegen genommen. Die Stiftung PRO ASYL setzt sich u.a. für die Einhaltung der Menschenrechte an den Grenzen Europas ein. Durch den Kettelerpreis wird mit Heribert Prantl in diesem Jahr ein Mann geehrt, der unermüdlich vor dem Verlust demokratischer Kultur warnt und dramatisierenden Szenarien zum Thema "Flucht und Migration" durch kritische Berichterstattung entgegentritt. Asylsuchende in Griechenland
"The situation in Greece is out of control".Der aktuelle Recherchebericht von PRO ASYL zur Situation von Asylsuchenden in Griechenland. Die Recherchereise wurde durchgeführt von Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL, vom 20. bis 28. Oktober 2008.
Schwerpunkt der Recherche war die Situation von Asylsuchenden, Schutzsuchenden und im Rahmen der Dublin-II-Verordnung überstellten Menschen in Athen. Karl Kopp sprach mit zahlreichen Schutzsuchenden, Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, des UNHCR und des Gesundheitsministeriums. Gesamter Bericht als PDF-Download: Reaktion der Diakonie Österreich auf den Bericht hier save me - Flüchtlinge aufnehmenEin breites Bündnis von PRO ASYL mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen fordert, dass Deutschland jedes Jahr ein Kontingent an Flüchtlingen aus den Erstzufluchtsstaaten aufnimmt und integriert.
Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur Flucht. Einen sicheren Staat, der eine neue Lebensperspektive bietet, können die wenigsten Flüchtlinge erreichen. Viele wollen langfristig zurück ins Herkunftsland, doch eine Rückkehr ist oft auf unabsehbare Zeit unmöglich. Ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben sitzen viele Flüchtlinge jahrelang in eigentlich provisorischen Lagern fest. Wir fordern, Flüchtlinge aus den schwierigen Verhältnissen in den Erstaufnahmestaaten heraus nach Deutschland zu holen. In der Fachsprache wird diese organisierte Aufnahme "Resettlement" oder "Neuansiedlung" genannt. Das Faltblatt "Resettlement - Für ein Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland" informiert kurz und übersichtlich über die wesentlichen Aspekte der Flüchtlingsaufnahme. Faltblatt "Resettlement" zum Download [vierfarbig] [schwarzweiß] [bestellen] Wir rufen dazu auf, die save me-Kampagne bundesweit in vielen Städten und Gemeinden aufzugreifen. Auf der Homepage save-me-kampagne.de finden engagierte Menschen Anregungen und Werkzeuge, um in ihrer Kommune für ein Aufnahmeprogramm zu werben. Ein zweites Faltblatt informiert über das Konzept der Kampagne, die Formen der Unterstützung durch PRO ASYL und gibt Tipps und Hilfestellungen zur Durchführung einer eigenen Save-me-Initiative vor Ort. Faltblatt "Infos und Tipps" zum Download [vierfarbig] [schwarzweiß] Neu: Der PRO ASYL-Wandkalender"Berühmte Einwanderer" lautet der Titel des PRO ASYL-Wandkalenders.
Er eröffnet einen überraschenden und ungewöhnlichen Blick auf die Geschichte der Zuwanderung. Der Kalender ist bestimmt auch ein schönes Weihnachtsgeschenk. Format DIN A3, vierfarbig, 16,90 Euro zzgl. Versandkosten Hier bestellen Bildervorschau der einzelnen Motive Wir danken der Werbeagentur J. Walter Thompson (JWT) für die kostenfreie Entwicklung des Kalenders. PRO ASYL Kampagne: Stoppt das Sterben!Aufruf: Jahr für Jahr Tausende Tote an Europas Grenzen: Stoppt das Sterben!
Auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben sterben Tausende Flüchtlinge und Migranten an Europas Grenzen. Es sind Menschen, die durch Kriege, Verfolgungen, Gewalt und elende Existenzbedingungen aus ihrer Heimat vertrieben werden. Auf der Flucht drängen sie sich in winzigen Booten zusammen, verstecken sich in Lastwagen, kampieren in provisorischen Lagern oder vor hochgerüsteten Grenzanlagen. Häufig ertrinken, verdursten oder ersticken sie. Viele sterben an Erschöpfung. Deutschland und die anderen EU-Staaten reagieren auf die Schutzsuchenden an den Außengrenzen mit massiver Aufrüstung und Abschreckung.
Wir fordern: ● Stoppt das Sterben! Menschenrechtswidrige FRONTEX-Einsätze sind einzustellen! ● Menschenleben müssen gerettet werden. Wenn jemand vor unseren Augen zu ertrinken droht, müssen wir helfen. ● Flüchtlinge müssen geschützt werden. Der Zugang zu einem fairen Asylverfahren in Europa ist zu gewährleisten. Die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention müssen eingehalten werden. Gesamter Aufruf als PDF-Download Auf der Kampagnen-Internetseite: http://www.stoppt-das-sterben.eu/ online unterschreiben. Die Unterschriften sollen zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2008 dem Europäischen Parlament übergeben werden. Sie werden nicht online veröffentlicht. --------------------------------------------------------------------------------- Das Jugendnetz Wetzlar hat zur Kampagne einen Rap geschrieben und ein Musikvideo gedreht, um auf das Sterben im Mittelmeer aufmerksam zu machen. Das Video hat das Jugendnetz bei einem Kurzfilmwettbewerb von www.diegesellschafter.de eingereicht. Um Bewertungen über die Internetseite wird gebeten! Sie helfen, das Thema öffentlich zu verbreiten. Im August hat das Jugendnetz dazu eine Aktion (Video) in der Lahn gemacht, um Bürgerinnen und Bürger aufzufordern, nicht wegzuschauen, wenn an den Grenzen Europas die Menschen qualvoll ertrinken. Pro Asyl kritisiert EU-Rats- Pakt zu Migration und Asyl
Die EU-Innenminister werden auf ihrem Ratstreffen am 25.9.2008 den Entwurf für einen "Europäischen Pakt zu Einwanderung und Asyl" behandeln. Der von Frankreichs Präsident Sarkozy vorgelegte Text soll auf dem EU-Gipfel im Oktober verabschiedet werden. PRO ASYL kritisiert, dass dieser Pakt die bisherige Politik der Abschottung fortschreibt. Angesichts der täglich größer werdenden Flüchtlingsfriedhöfe vor den Toren Europas ist es zynisch, von einem "Europa des Asyls" zu reden. Eine politische Kommentierung des Entwurfs für einen Europäischen Pakt zu Einwanderung und Asyl von Bernd Mesovic, Referent von PRO ASYL finden Sie hier. FRONTEX missachtet Menschenrechte
Obwohl es im Einzelnen bislang nicht möglich ist, FRONTEX die unmittelbare Verantwortung am Tod von Flüchtlingen nachzuweisen, häufen sich die Hinweise, dass FRONTEX in Menschenrechtsverletzungen involviert ist und dass die Grenzagentur zur massiven Gefährdung der Schutzsuchenden auf ihren Fluchtrouten beiträgt. Die Realität zeigt: FRONTEX steht für eine aggressive europäische Abschottungsstrategie gegen Flüchtlinge und Migranten. PRO ASYL beobachtete im Sommer 2008 einen FRONTEX-Einsatz auf der ägäischen Insel Lesbos. Die griechische Küstenwache operiert in Zusammenarbeit mit europäischen FRONTEX-Einheiten. PRO ASYL-Broschüre Abdrängen und Zurückweisen. Über den Einsatz der europäischen Grenzagentur FRONTEX gegen Flüchtlinge [pdf hier herunter laden, 220 KB] -------------------------- Berichte über Frontex: Bootsflüchtlinge werden abgedrängt - Menschenrechtliche Leitlinien fehlen noch immer - Deutsche Beamte nehmen Flüchtlingsbooten Treibstoff und Lebensmittel weg. [Mehr unter www.stoppt-das-sterben.eu] sowie Flüchtlingsrechte gelten auch auf hoher See: http://www.proasyl.de/de/informationen/asyl-in-europa/index.html -------------------------- Artikel zur Kampagne und zu Frontex aus: Badisches Tagblatt, Baden-Baden vom 26. August 08 Videospot der Internet-Parodieshow Spinwebtv zum Thema "Frontex" Von Evian nach BrüsselIm Sommer 1938 trafen sich in Evian die Bevollmächtigten von 32 Staaten, um über die Aufnahme von jüdischen Flüchtlingen aus Nazideutschland zu beraten. Das Ergebnis war niederschmetternd: Kein Land erklärte sich bereit, die Aufnahmebedingungen zu lockern. 70 Jahre nach Evian veranstalteten das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag sowie PRO ASYL e.V. eine Konferenz, bei der in Erinnerung an Evian Fragen an die gegenwärtige Asylpraxis und die Zukunft des Schutzraumes Europa gestellt wurden. Der Schutz von Flüchtlingen muss auf die Agenda der internationalen Politik, so die Medieninformation zur Konferenz vom 2. Juli 2008. Der 270-seitige Tagungsband "Von Evian nach Brüssel" mit historischen und aktuellen Beiträgen kann über den von Loeper Literaturverlag bestellt werden. PRO ASYL Website-RelaunchSeit dem 3. November 2005 ist PRO ASYL mit einer komplett neu gestalteten Website im Internet präsent. Ältere Dokumente, die noch nicht auf dieser Seite eingepflegt sind, können Sie auf unserer alten Homepage unter www.proasyl.info finden! |