„Mit Kopf und Verstand gegen den rechten Rand“ Antirassistische Bildungsbausteine für Jugendliche beim ADB Berlin gilt als die multikulturelle Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Hier leben eine Vielzahl von Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, es gibt die verschiedensten Kulturen, Religionen und Lebensentwürfe, die sich in Berlin begegnen. Trotzdem ist ein großer Teil der Bevölkerung von einem menschlichen Miteinander, orientiert an gegenseitiger Toleranz und Wertschätzung, weit entfernt. Die zunehmende Gewaltbereitschaft Jugendlicher an Schulen, in der Freizeit und in den Familien ist äußerst besorgniserregend. Dies gilt insbesondere für das gesellschaftliche Problem des Rechtsextremismus. Gerade auch in Berlin haben die Zahlen von rechten und rechtsextremen Gewalttaten und Propagandadelikten in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Laut Verfassungsschutzbericht und auch Berichten unabhängiger Organisationen wie dem Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (MBR- Berlin) sind die Zahlen rechtsextremer Delikte 2006 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Im Bereich der Gewalttaten gab es sogar eine Steigerung von rund 100% im Vergleich zum Vorjahr. Das mittlerweile der als herkömmlich „links“ geprägte Bezirk Friedrichshain als der Bezirk mit den meisten rechten Gewalttaten gilt, sollte in diesem Zusammenhang besonders nachdenklich stimmen und zeigt die Notwendigkeit dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen. Besonders wichtig im Zusammenhang mit der Arbeit gegen Rechts erscheint es uns, junge Menschen zu erreichen und für diese Thematik zu sensibilisieren. Besonders bei Jugendlichen ist ein Weltbild noch nicht fest ausgeprägt. Viele moralische und ethische Grundsätze entwickeln sich erst während der Jugend bzw. der Schulzeit. Ebenfalls erarbeiten sich Jugendliche in dieser Zeitspanne bestimmte soziale Fähigkeiten, wie Konfliktlösungsstrategien, oder auch das schlichte Akzeptieren anderer Lebensentwürfe. Auch sind, gerade wenn es um rechte Gewalttaten geht, Jugendliche in einem besonderen Maße betroffen. Dies gilt gleichermaßen für Opfer- bzw. Tätergruppen. Aus diesem Grund halten wir es für besonders wichtig mit Jugendlichen zu arbeiten. Diese Arbeit hat das Ziel, junge Menschen über die spezifischen Gefahren rechter Ideologieelemente aufzuklären und über diese Auseinandersetzung letztlich eine Resistenz gegenüber Ideen zu entwickeln, die auf Ausgrenzung und Diskriminierung beruhen. Außerdem soll die Arbeit des ADB zur weiteren Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft beitragen und helfen, Stereotype und gegenseitige Vorurteile abzubauen. Zielgruppe des Projektes sind daher in erster Linie Jugendliche im Alter zwischen 12-19 Jahren. Wir bieten in unserem Jugendprojekt antirassistische Bildungsbausteine an, d.h. wir veranstalten Workshops oder Projektwochen, individuell auf die jeweiligen Altergruppen und Bedürfnisse der Jugendlichen abgestimmt, an Oberschulen, organisieren Veranstaltungen oder nehmen an Konferenzen teil. Auch am Aufbau von nachhaltigen antirassistischen Jugendgruppenstrukturen sind wir stark interessiert und bieten hierfür unsere Kompetenzen an. Wenn dies dein oder Ihr Interesse geweckt hat, dann nimm/ nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf – eine eMail genügt:
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Telefonisch sind wir auch jeweils montags & freitags in der Zeit von 11 – 16 Uhr unter der Büronummer 030 – 204 25 11 zu erreichen.
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