| Tot – aber nicht vergessen! |
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| Écrit par Anti-Diskriminierungsbüro Berlin e.V. | |
| 29-07-2007 | |
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Aucune traduction disponible Am 30. August, dem bundesweiten Aktionstag gegen Abschiebehaft, rufen antirassistische Organisationen zur einer Demonstration unter dem Motto "Tot - aber nicth vergessen! Gegen das Verschwinden im deutschen Abschiebesystem" auf. Sie wollen damit an vier Menschen erinnern, die am 30. August 1983, 94, 99 bzw. 2000 durch das deutsche Abschiebesystem gestorben sind und der Forderung einer Beendigung der Abschiebehaft Nachdruck verleihen. Wir dokumentieren hier den Aufruf: Am 30. August 1983 – 1994 – 1999 – 2000 sterben Kemal Altun, Kola Bankole, Rachid Sbaai und Altankhou Dagwasoundels im deutschen Abschiebesystem. Kemal Altun stürzte sich nach 13 Monaten in Abschiebehaft aus dem Fenster des Verwaltungsgerichts in Westberlin, wo eine Klage des Bundesbeauftragten gegen seine Anerkennung als politischer Flüchtling verhandelt werden sollte. Kola Bankole erstickte in der Lufthansa-Maschine, mit der er abgechoben werden sollte, an einem Knebel, der ihm vom Bundesgrenzschutz in den Mund gedrückt wurde. Rachid Sbaai starb in der Arrestzelle des Bürener Abschiebegefängnisses an einer Rauchvergiftung. Die Matratze seiner Einzelzelle hatte Feuer gefangen. Trotz Betätigung des Alarms kamen die Polizisten erst nach 15 Minuten. Altankhou Dagwasoundels starb bei dem Versuch, sich aus dem sechsten Stock des Krankenhaus Köpenick mit verknotetem Bettzeug abzuseilen. Er war nach vier Wochen in Abschiebehaft in das Krankenhaus eingeliefert worden. Sein Zimmer wurde von zwei Beamten bewacht. Unerklärbar • Der „illegale“ Grenzübertritt und Aufenthalt ohne gültige Papiere in Deutschland sind Straftaten, die mit hohen Strafen geahndet werden können und Migrantinnen kriminalisieren Unvorhersehbar • Dauer und Ende der Haft sind für die Gefangenen nicht vorhersehbar. Unkontrollierbar • Abschiebehaft ist keine Strafhaft. Die Betroffenen haben keinen Anspruch auf eine Rechtsanwältin. Der Willkür der Behörden sind kaum Grenzen gesetzt. Unsere Forderung lautet daher: Abschiebehaft abschaffen! An der sofortigen und bedingungslosen Abschaffung der Abschiebehaft führt kein Weg vorbei. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und die Dynamik der migrationspolitischen Proteste anlässlich der G8-Tagung in Heiligendamm im Berliner Alltag zu bewahren, haben wir beschlossen, unseren Protest in die Stadt zu tragen. Am diesjährigen bundesweiten Aktionstag gegen Abschiebungen demonstrieren wir einmal nicht vor dem abgelegenen Knast in Köpenick, sondern in der Innenstadt. Wir treffen uns vor dem ehemaligen Verwaltungsgericht, aus dessen Fenster sich Kemal Altun stürzte und ziehen zur besten Einkaufszeit über den Kudamm zum Breitscheidtplatz, um gegen die unmenschliche Abschiebepraxis in Berlin und Deutschland zu protestieren. Sicht-, hör- und spürbar werden wir aber nur, wenn sich viele beteiligen. Das Potential für eine kraftvolle Demonstration ist vorhanden. Unterstützt den Aufruf und kommt zur Demonstration am 30. August 2007 Treffpunkt um 17:30 Uhr Beginn der Demo 18:00 Es rufen auf: Initiative gegen Abschiebehaft Berlin • Flüchtlingsrat Berlin • Initiative gegen das Chipkartensystem • Antirassistische Initiative Berlin |
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| Dernière mise à jour : ( 29-07-2007 ) |
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