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Jugendliche erhalten Freispruch "zweiter Klasse" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Anti-Diskriminierungsbüro Berlin e.V.   
Freitag, 5. Februar 2010
Nach 7 Monaten Untersuchungshaft wurden die Jugendlichen Rigo B. und Yunus K. vom Vorwurf des versuchten Mordes freigesprochen.

Den jungen Männern wurde vorgeworfen, bei den Ausschreitungen am 1. Mai im vergangenen Jahr einen Molotowcocktail in Richtung der Polizei geworfen zu haben. Dabei wurde eine Passantin schwer verletzt. Es wurde Haftbefehl erlassen und es kam zu einem eher schlecht als recht geführten Prozess. Beweise gab es nicht und wenn dann wurden sie falsch zugeordnet. Obwohl dieser offensichtliche Fehler von der Polizei eingeräumt wurde, blieben Rigo B. und Yunus K. weiterhin die Hauptverdächtigen und in Haft.

Erst nach Monaten kam es dem Gericht in den Sinn, dass die Möglichkeit einer Verwechslung bestände und im Januar diesen Jahres folgte der Freispruch. Jedoch blieb in der Urteilsbegründung die Frage offen, warum diese Möglichkeit erst nach so langer Zeit in Betracht gezogen wurde. Auch wurde vom Gericht in keinster Weise die "vollkommene Unschuld" der Angeklagten betont und somit bleibt dieser Freispruch für Rigo B. und Yunus K. und deren Familien ein Freispruch mit bitteren Nachgeschmack.

 

TAZ-Artikel vom 28.01.10

Tagesspiegel-Artikel vom 28.01.10

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 25. Februar 2010 )
 
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